Bereits 1893 wird P. Cyprian nach Altötting in Bayern zurück gerufen; die soziale Frage ist die gleiche. Mit Hilfe eines örtliche Pfarrers und finanzieller Unterstützung aus Ehrenbreitstein kauft man ein Haus, um ein „Armkinderheim“ zu gründen und nennt es „St.-Franziskus-Haus“ in Neuötting.

Die Kapuziner teilen daraufhin das SLW in zwei eigenständige Abteilungen. Die „norddeutsche Abteilung“ behält ihren Sitz am Kapuzinerplatz in Koblenz-Ehrenbreitstein (bis 2001, seit dem in Koblenz-Arenberg). Von dieser Zentrale aus verbreitet sich die Idee über Kapuziner, die Lokalabteilungen in mehreren Städten der Rheinschiene, von Mainz bis Kleve gründen.

International breitet sich das SLW von Ehrenbreitstein aus im gesamten historischen deutschsprachigen Raum der Kapuziner, also Bayern, Österreich und der Schweiz sowie Südtirol. Neue Abteilungen werden aber auch in Ungarn, Italien, Frankreich und Amerika gegründet, Pater Cyprian nimmt darüber hinaus die Idee in alle Länder mit, die er mit unterschiedlichen Aufträgen des Ordens bereist. In 1925 wird beispielsweise von 25 Landesabteilungen und 15 Monatszeitschriften berichtet, die in sechs Sprachen in einer Auflage von 400.000 Stück gedruckt werden.

Noch heute trifft man sich regelhaft alle drei Jahre zur „Internationalen Vertreterversammlung der Seraphischen Liebeswerke – IVV“. Im Laufe der Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind allerdings etliche Abteilungen geschlossen bzw. aufgelöst worden. Wieder andere haben neue Organisationsformen und Namen gewählt oder sind in anderen Hilfsorganisationen aufgegangen.

Bild: Kapuzinerplatz Ehrenbreitstein